Von der Mädchenklasse zur Koedukation und nach Wiedikon
Die 1970er Jahre markieren den Beginn der Koedukation: Erstmals lernen Mädchen und Jungen gemeinsam in einer Klasse. Mit der Eröffnung der Schule Wiedikon entsteht ein neuer Standort und der Schulpsychologische Dienst sowie das 10. Schuljahr erweitern das Bildungsangebot.
Koedukation, Elternrat und der Start in Wiedikon
Mit der Eröffnung der Schule Wiedikon 1970 beginnt eine Dekade des Wandels. Erstmals lernen Mädchen und Jungen ab 1973/74 gemeinsam – die Koedukation nimmt Fahrt auf. Auch organisatorisch tut sich viel: Der Elternrat wird gegründet und der Schulpsychologische Dienst berät ab 1974 Schüler, Eltern und Lehrpersonen. Mit dem Start des 10. Schuljahres 1979/80 wird das Bildungsangebot weiter ausgebaut.
Gleichzeitig mehren sich die Mängel am Schulhaus Hirschengraben, was den Startschuss für das Projekt „Kreuzbühl“ gibt – die Suche nach einem neuen Schulstandort beginnt.
Dr. Robert Hafner
Schulratspräsident
1961 – 1981
Stadtrat genehmigt Schulhaus Kreuzbühl
Mehr Platz, mehr Möglichkeiten – Mit der Genehmigung des Schulhauses Kreuzbühl endet die Ära Hirschengraben.
Ein Jahr mehr für die Zukunft – Die Einführung des 10. Schuljahres
Mit der Einführung des 10. Schuljahres reagierten die katholischen Schulen Zürich auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler. Was 1976 als Idee zweier Lehrerinnen begann, wurde zu einem gefragten Bildungsangebot.
«Vor dem Angesicht Gottes stehen»
Rektor Wolfensberger spricht über Ursprung, Auftrag und Zukunft der Freien Katholischen Schulen Zürich und über den Wert einer Bildung, die über das Fachliche hinausgeht.
Höchste Schülerzahlen in der Geschichte
Die fünf Standorte Sumatra, Hirschengraben, Wiedikon, Schwamendingen und das Gymnasium sorgten für ein Rekordjahr 1977/78 und eine beeindruckende Bildungslandschaft.
1'229
Schülerinnen und Schüler
599
davon Mädchen
630
davon
Knaben
Radiogottesdienst live auf Sendung
Im Rahmen eines Radiogottesdienstes gestalten P. Franz Demmel und die Schüler der Freien Katholischen Schule Sumatra eine feierliche Messe, die live übertragen wird.
Mit offenen Händen leben
Geben und Beschenktwerden – die Meditation der Schule Sumatra erinnert an die Kraft des Teilens. Inspiriert durch eine Bibelstelle aus dem Lukas-Evangelium entdecken Schülerinnen und Schüler, wie gelebte Nächstenliebe den Alltag verändert.
«Das Schulhaus am Hirschengraben zeigt Alterserscheinungen: Defekte Heizungen, brüchige Böden und fehlendes Reparaturmaterial machen eine grundlegende Erneuerung unausweichlich.»
Alterserscheinungen am Hirschengraben, die Suche nach einem neuen Schulhaus beginnt.
Alterserscheinungen am Hirschengraben, die Suche nach einem neuen Schulhaus beginnt.
Neue Anlaufstelle für Schüler, Eltern und Lehrkräfte – Einführung des schulpsychologischen Dienstes
«Dieser Dienst ergibt sich zwingend aus der Konzeption unserer Schule, welche die individuelle Befassung mit dem Schüler ernst nehmen möchte und dann eben die nötigen Vorkehren treffen muss.»
– Magnus Wolfensberger, Rektor Gymnasium
Vom Mädcheninternat zur gemischten Schule
Im 50. Schuljahr vollzieht die Mädchenschule am Hirschengraben einen Wandel: Erstmals wird eine koedukative Klasse eingeführt – eine pragmatische Notlösung, die den Weg für gemischte Klassen ebnet.
«Ein Lager-Arbeitstag umfasst mindestens sechs Arbeitsstunden. Dazu gehören mündliche und schriftliche Gruppen- und Klassenarbeiten,…»
Aus dem Klassenlager Reglement
Aus dem Klassenlager Reglement
Abschied der Ingenbohler Schwestern
1970/71 ziehen sich die Ingenbohler Schwestern Sr. Andrea Pia Bosshardt (Rektorin), Sr. Madleina Desax und Sr. Iris Altenburger aus der Schule Schwamendingen zurück.
Mehr Mathe für alle
In den 1970er Jahren wurde der Mathematikunterricht am Hirschengraben grundlegend reformiert. Mehr Unterrichtszeit, neue Lehrmittel und eine Angleichung der Anforderungen sorgten für mehr Chancengleichheit – vor allem für die Mädchen.
Vom Provisorium zur modernen Schule
Mit Turnhalle, Sprachlabor und Gemeinschaftsraum wuchs die Schule Schwamendingen über Jahre zu einem voll ausgestatteten Bildungsstandort heran.
1970
Päpstliche Glückwünsche zur Eröffnung der Schule Wiedikon – Gregoriusorden für Schulpräsident Dr. Hafner und ein ganzheitliches Schulkonzept












